Einzigartige Seilbahntechnik

Die neue Gondelbahn Kumme

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Nach einem intensiven und ereignisreichen Bausommer ist das neuste Vorzeigeprojekt der Zermatt Bergbahnen AG pünktlich auf die Wintersaison 20-21 für den Skibetrieb geöffnet worden. Insgesamt wurden CHF 30 Millionen in den Bau der Anlage investiert. Neben der Gondelbahn stehen jetzt eine Schneeanlage von 4.5 km Länge mit 63 neuen Schneelanzen sowie 5 Lawinensprengmästen, die für ein hochqualitatives und sicheres Pistenvergnügen sorgen. Pate der hochmodernen Anlage ist Andreas Biner, Präsident der Burgergemeinde Zermatt.

Im Einklang mit der Bergwelt

Bereits während der Bauphase wurde streng darauf geachtet, die Anlage in Einklang mit der Natur zu errichten. Dank aktiver Umweltbaubegleitung konnten Schäden an der Natur auf ein Minimum reduziert und renaturiert werden. Mit der neuen Gondelbahn ist zu erwarten, dass mehr Wintersportler ins Gebiet Unterrothorn gelangen. Damit die Tiere trotzdem einen ruhigen Rückzugsort finden, wurde im Bereich unterhalb des Rothorns ein neues Wildschongebiet eingerichtet. 

Auch das Kabinendesign steht ganz im Zeichen der Bergwelt. Auf den Kabinen sind zahlreiche Zermatter Viertausender und verschiedene heimische Alpentiere abgebildet.

So ansprechend wie das Design, so atemberaubend ist der Ausblick während der Fahrt. Die GB Kumme schaukelt leise und komfortabel von Tufternkehr über die Mittelstation Wyss Gufer bis hoch zum Rothorn, immer in Begleitung des einzigartigen Panoramas mit dem Matterhorn als faszinierenden Blickfang. Die GB Kumme sorgt für eine Kombination aus Fortbewegung, Erholung und Panoramafahrt. 

Die erste autonome Gondelbahn der Schweiz

Der eigentliche Höhepunkt der GB Kumme verbirgt sich hinter den Kulissen. Der Seilbahnhersteller Doppelmayr/Garaventa hat dank modernsten technischen Mitteln das zukunftsweisende Seilbahnsystem «AURO» entwickelt. Unter dem Begriff „AURO – Autonomous Ropeway Operation“ stellt Doppelmayr/Garaventa die autonome Seilbahn vor. Eine AURO zeichnet sich durch ihren betreiberlosen Betrieb aus. Sie ist technisch auf dem Höchststand, überzeugt mit intelligenter und vernetzter Technik sowie einem Höchstmass an Sicherheit. Sie verfügt über Kameras und Sensoren, welche die Anlage – insbesondere beim Ein- und Ausstieg in die Kabinen – überwachen. Das System erkennt eigenständig Situationen welche vom „normalen Betrieb“ abweichen. Sollte beispielsweise ein Fahrgast mit seinem Skischuh in der Kabinentüre hängen bleiben, reagiert das System sofort und die Anlage schaltet automatisch ab. Wieder eingeschaltet wird die Anlage von einem Seilbahnmitarbeiter. Dieser hat die Seilbahn in einem Kontrollzentrum, dem so genannten „Ropeway Operation Center (ROC)“, ständig im Blick. Die perfekte Synergie von Mensch und fortschrittlicher Technik ergibt eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit einer AURO-Seilbahn. Autonome Seilbahnen sind wegweisend für die Zukunft der seilgezogenen Mobilität. Sicher und zuverlässig bringen AURO-Seilbahnen Fahrgäste in Tourismusgebieten oder in Städten an ihr Ziel.

Technische Details

Bahntyp: Kuppelbare Gondelbahn D-Linie
Schräge Länge: 3'220 m
Spurweite: 6.4 m
Anzahl Stützen: 17
Seildurchmesser: 50 mm
Seilgeschwindigkeit: 6.0 m/s
Förderleistung: 1'500 Personen/h
Anzahl Gondeln: 56
Kabine: OMEGA V-10

Die GB Kumme ist somit die erste autonome Seilbahn, die in der Schweiz den Betrieb aufgenommen hat. «Mit der Eröffnung dieser einzigartigen Anlage können wir den Zermatter Pioniergeist weiterführen. Die GB Kumme knüpft direkt an frühere, bahnbrechende Projekte, wie die höchste Bergstation Europas oder die höchste 3S Bahn der Welt, an. Die Inbetriebnahme dieser technischen Meisterleistung wird das Skigebiet unterhalb des Rothorns massiv aufwerten und soll über die Destination Zermatt hinaus den Weg für technische Innovation ebnen», zeigt sich Markus Halser, CEO der ZBAG, stolz.